Analyse: (Ski-) Challenge accepted!

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Im Jahr 2004 entwickelte die Greentube Internet Entertainment Solutions GmbH ein innovatives Game, das die Herzen sämtlicher Wintersport-Fans höher schlagen ließ und noch immer lässt.

Die weltweit erste virtuelle Ski-Weltmeisterschaft hört auf den Namen „Ski Challenge“ und war das erste kostenlose 3D eSport Spiel von Greentube. Mittlerweile ist mit der Ski Challenge 2013 die neunte Edition angelaufen.

Der große Vorteil des Spiels: auch für jene, die den österreichischen Wintersport Nummer eins mehr schlecht als recht beherrschen, bietet die Ski Challenge eine abwechslungsreiche Alternative auf dem Bildschirm. Weiters ist das Spiel einfach zu handhaben, es wird alles genauestens erklärt und bei Fehlern kann man den aktuellen Lauf ganz einfach neu beginnen – perfekt für Computerspiel-Amateure wie mich.

Nachdem man im Offline-Modus fleißig trainiert hat, geht es auf Strecken wie Gröden, Bormio, Wengen, Kitzbühel, Are, Val d’isere, Beaver Creek, Whistler Mountain und Garmisch Partenkirchen ans Online-Rennen.

Dass das Spiel kostenlos ist, trägt wesentlich zum Bekanntheits- und Beliebtheitsgrad bei. InGame-Advertising macht aber das Gratis-Spiel erst möglich.

Da sich in der aktuellen Version kaum platzierte Werbungen wiederfinden, werde ich den Spielverlauf samt Werbungen und die vier ludologischen Prinzipien anhand der 2011er Ausgaube erläutern.

DIE WERBE- UND MEDIENPARTNER 2011

  • UNIQA
  • Schöffel
  • win2day
  • checkfelix
  • Labello
  • Wagner Pizza
  • ORF/FM4
  • Ö3
  • Gösser
  • Renault
  • Goodyear
  • Nikon

DER EINSTIEG

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Bereits vor dem Rennen sind Werbungen deutlich ersichtlich. Auf den Trikots sowie den Helmen der beiden Skifahrer lässt sich unschwer „UNIQUA“ erkennen, an den Ärmeln ist Schöffel vertreten. Der Entwickler Greentube (rechts unten im Bild) ist beinahe durchgehend im Spiel zu sehen.

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Auch bei der Auswahl der Skifahrer sind Werbepartner präsent. Hier sieht man auf dem Rücken des Fahrers „win2day“, auf dem Helm bleibt das UNIQA-Logo. Es ist nicht möglich, die Werbungen auf den Trikots zu entfernen.

DER START

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Bei der Startposition sind drei Werbungen vertreten: Labello, Wagner Pizza und checkfelix. Die Spieler können die Startsituation nicht umgehen und sehen diese drei Werbungen bei jedem Laufbeginn. Im Nachhinein betrachtet ist diese Art der Platzierung, meiner Meinung nach, eine der effektivsten.

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Der Großteil der Screenshots stammt aus der TV-Kamera-Ansicht, da diese Ansicht ja auch Zuseher – und somit potentielle Kunden – über ihre Fernseher aufnehmen. Hier sieht man, dass die Innenansicht der Startposition auch nochmals nach außen getragen wurde (Labello, checkfelix, Labello). Rechts ist der Beginn einer ORF-Bannerwerbung zu erkennen.

valdisere_training_4.1Die ORF-Werbung an den Banden wird zu Beginn eine Zeit lang fortgesetzt. Weiters ist rechts unten im Bildschirm bei der Geschwindigkeits- und Zeitangabe eine Renault- sowie Wagner-Pizza-Einblendung zu erkennen. Die Einblendungen sind durchgehend zu sehen und somit auch eine wirksame Werbeweise.

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Neben Renault und Wagner-Pizza wird auch zeitweise Goodyear bei den Meter-Angaben eingeblendet. Die Einblendezeit ist jedoch sehr kurz und geht daher für den Spieler und auch den Zuseher am TV-Bildschirm unter.

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Auffallend bei der Ski Challenge-Werbung ist, dass Nikon sehr präsent und vor allem auffällig präsent ist. Während andere Werbepartner nur durch Bandenwerbung vertreten sind, hat man sich bei Nikon schon mehr einfallen lassen.

Den ersten Kontakt mit Nikon hat man relativ zu Beginn, als auf einmal der unübersehbare, knallgelbe Ballon auftaucht.

Da übersieht man gerne die im Vergleich dazu mikrige FM4-Werbung im Vordergrund, wobei diese noch mehr ins Auge sticht, als die Bandenwerbungen an den Seiten.

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In diesem Bild erkennt man auch Gösser als Banden-Werbenden.

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Oben und im Bild darunter zwei Beispiele für wahre Sponsorenfriedhöfe. Wenn man die Zeit bedenkt, in der diese Banden gesehen werden können, dann ist es beinahe unmöglich für einen TV-Nutzer alle Werbenden zu erkennen. Reizüberflutung: UNIQA, checkfelix, Renault, Wagner-Pizza

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Hier ein Beispiel dafür, dass endlose Bandenwerbungen oft gar nicht erkannt werden können (abhängig von Kameraeinstellung, Wetterbedingungen und Geschwindigkeit).

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Zwischenzeitlich tritt auch der Spieleentwickler wieder in den Vordergrund, neben Medienpartner ORF und Ö3.

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Neben dem Nikon-Ballon und dem Startplatz zählt, meiner Meinung nach, dieser Streckenabschnitt zu den auffälligsten und effektivsten Werbeplätzen im Spiel.

Die Kurve stellt eine kleine Herausforderung dar und prägte sich in meinem Gehirn sofort als „Labello-Kurve“ ein.

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Im Zielbereich ist hauptsächlich Hauptmedienpartner ORF zu sehen.

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Nach dem Finishen sticht sofort wieder der gelbe Nikon-Ballon ins Auge. Dass sich UNIQA und ORF an den Banden eine Werbebattle liefern, geht neben dem Ballon und dem Nikon-Fotografen aber gleich wieder unter (siehe Bild unten)

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Neben dem Ballon und dem Fotografen sticht ein Satz noch besonders hervor: „Ich bin die Nr. 1“

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Sollte man einmal eine schlechte Runde gefahren sein, fühlt man sich dennoch wie ein Sieger. Nikon macht’s möglich.

Zusammenfassend kann man zu den Werbeplatzierungen sagen, dass einige (Nikon, Labello) sehr gut eingesetzt wurden, andere Werbepartner hätten sich ihr Geld besser einteilen können. Denn ein ausgefallener, auffälliger Ballon wirkt drei Mal besser als gefühlte fünfzig Bandenwerbungen hintereinander. Dass FM4 vertreten war, an das erinnern sich im Nachhinein wahrscheinlich wenige, Nikon ist hingegen nicht zu übersehen.

DIE SKI CHALLENGE ANHAND DER LUDOLOGISCHEN PRINZIPIEN

(vgl. Roger Caillois, 2001, S. 18ff)

1. Agòn (Wettkampf):

Menschen lieben es, Ziele zu erreichen.

Die Wettbewerbssituation nach dem absolvierten Training spornt Ski Challenge-User an, Ziele zu erreichen. Jeder von uns liebt es Dinge anzustreben und noch mehr sie erfolgreich zu absolvieren. Dieses ludologische Prinzip geht in der Ski-Challenge voll und ganz auf. Mittels Ranglisten können sich die Gamer mit anderen vergleichen, messen und nach besseren Ergebnissen streben.

Ein wichtiger Faktor ist hierbei die Zeit. Sie wird im Bildschirm immer eingeblendet und treibt so den Spieler an. Mit der „Geist-Funktion“ ist es dem User auch möglich, den „Geist“ eines anderen Spielers zu übertrumphen und eine womöglich bessere Leistung als dieser zu erzielen.

2. Alea (Zufall):
Menschen lieben es, überrascht zu werden.

Die Überraschung liegt bei der Ski Challenge bei den neuen Strecken, die je nach Spielverlauf freigeschaltet werden. Vor allem bei der ersten Fahrt ist es für die Spieler eine Herausforderung unvorhergesehene Streckenabschnitte zu bezwingen. Auch können unterschiedliche Wetterbedingungen wie Sonne, Neuschnee oder Eis eingestellt werden. Die unterschiedlichen Bedingungen fordern den Spieler heraus spontan zu reagieren und „überraschen“ ihn zugleich.

3. Mimikry (Maskierung):
Menschen lieben es, in eine andere Rolle zu schlüpfen.

Mimikry ist ein Prinzip, von dem beinahe alle Online-Games profitieren. Menschen schlüpfen gerne in andere, oftmals stärkere Rollen, sie wollen sich oft als ein „Ideal“ darstellen oder sich in Rollen versetzen, die sie reizen. Beispielsweise ist es beim Spiel „Heavy Rain“ für Spieler spannend vier bzw. acht unterschiedliche Charaktere durchzuspielen oder sich wie bei „Mafia“  nach Lost Heaven, eine fiktive amerikanische Großstadt in die 30er, versetzen zu lassen.

4. Illinx (Rausch):
Menschen spielen gerne.

Die Ski Challenge hat, wie alle anderen (Online-)Games einen Vorteil: Menschen spielen gerne.

»Nirgends hat der Mensch mehr Scharfsinn an den Tag gelegt als in seinen Spielen.« (Leibnitz)

Spielen dient heute vor allem der Freizeitgestaltung und Rekreation. Gerade in einer schnelllebigen Welt bieten sich daher Online-Spiele an. Es stehen auf Abruf Gegner bereit und man ist in der Lage, zu jeder Zeit und überall auf Spiele zugreifen zu können.

Und ist ein User erst einmal fasziniert von einem Spiel, dann kommt der Rausch von ganz alleine…

Quelle: http://www.greentube.com/de/3d_esports/ski-challenge

Challenge accomplished 😉

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